COMPENDIUM CULTURAL POLICIES AND TRENDS IN EUROPE
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Was ist das "Compendium"?

Das "Compendium of Cultural Policies and Trends in Europe" [Kompendium für Kulturpolitik und kulturelle Trends in Europa] ist ein laufend aktualisiertes Informations- und Monitoring-System, das 2017 in der 19. Auflage publiziert wurde. Angestrebt wird, dass diese Plattform am Ende alle 50 Staaten umfasst, die im Rahmen des Europäischen Kulturabkommens zusammenarbeiten.

Compendium Community Madrid 2009

Das Compendium wurde als transnationales Projekt vom Lenkungsausschuss für Kultur des Europarates initiiert. Von 1998 bis 2017 wurde es als Joint Venture des Europarates (CoE) und des Europäischen Instituts für vergleichende Kulturforschung (ERICarts) organisiert. Kathrin Merkle (CoE) and Andreas Joh. Wiesand (ERICarts) amtierten in dieser Entwicklungsphase als verantwortliche Herausgeber. Auch in Zukunft soll das Compendium  in Partnerschaft mit einer "Community of Practice" von kulturpolitischen Fachleuten, Forschungseinrichtungen und nationalen Regierungen realisiert werden.

Seit November 2015 (Compendium Assembly in Breslau) wurden die Aufgaben und die Organisation des Compendium  gemeinsam überprüft, um es sowohl inhaltlich wie finanziell zukunftsfester zu machen. Neben CoE und ERICarts bemühten sich Fachleute aus Regierungen und NRO (wie der European Association of Cultural Researchers e.V.), einzelne Experten/innen und engagierte Nutzer um ein neues Profil. Eine "Road Map" wurde entwickelt und am 20. Oktober 2017 übertrugen der Europarat und das ERICarts-Institut, beide in der Rolle als "Founding Members", ihre Aufgaben an eine breiter aufgestellte Vereinigung ("multi-stakeholder association") mit Sitz in den Niederlanden. Das Statut dieser "Compendium Association" bekräftigt den besonderen Charakter der Compendium-Plattform wie die Unabhängigkeit der über 100 beteiligten Fachleute aus allen Teilen Europas. Damit wurde zugleich die Tür für neue Akteure geöffnet: Regierungen aus CoE-Mitgliedstaaten, Universitäten und Forschungseinrichtungen, NRO, Stiftungen etc. können seitdem Mitglieder werden, entweder als "Stakeholders" oder als "Standing Members".

Inhaltlich orientieren sich die kulturpolitischen Länderprofile des Compendium bisher an Themenschwerpunkten des Europarates, darunter jener auf der Ministerkonferenz in Moskau 2013 (Conference of Ministers of Culture on "Governance of Culture – Access to Culture"), des Warschauer Gipfeltreffen von 2005 und der Baku-Erklärung von 2008: kulturelle Vielfalt, interkultureller Dialog und sozialer Zusammenhalt. Durch seine Entwicklung und Überprüfung von Politikstandards in für Regierungen und Gesellschaft wichtigen Themenfeldern, durch die Bereitstellung von Daten, Informationen, vergleichenden und Trendanalysen und Know-how sowie durch Beratungsleistungen und Fallstudien lieferte das Compendium zugleich Bausteine für "CultureWatchEurope" – das neu entwickelte kulturpolitischen Steuerungsobservatorium des Europarates. Die Länderprofile bieten Informationen über die geschichtliche Entwicklung, die gegenwärtige Struktur, die rechtlichen Rahmenbedingungen, finanzielle Aspekte sowie aktuelle Diskussionen und Trends in der Kulturpolitik. Neue Indikatoren zur Überprüfung der kulturpolitischen Entwicklung in Europa werden laufend eingeführt.

Die Länderprofile des Compendium werden in erster Linie durch unabhängige kulturpolitische Experten in Absprache mit den jeweiligen Ministerien erstellt und aktualisiert. Die Informationen der Profile basieren auf einer Vielzahl von Quellen einschließlich Forschungsberichten und Studien, behördlichen Dokumenten und Berichten der Ministerien und anderen zuständigen Stellen, Berichten oder Manifesten von Lobbygruppen, relevanten Aussagen von Künstlern und Kulturschaffenden, von politischen Kampagnen, den Medien etc.

Das Compendium wurde konzipiert für ein breites Publikum von Entscheidungsträgern und Administratoren, kulturellen Institutionen und Netzwerken, Forschern und Dokumentationsexperten sowie Journalisten und Studierenden. Die Online präsentierten Informationen und Daten ermöglichen mehr Informationen bei Entscheidungsfindungen, die vereinfachte Durchführung von vergleichenden kulturpolitischen Recherchen und Analysen, die Zusammenstellung von Datensammlungen und die Verbreitung von Beispielen guter Praxis (z.B. im Bereich des interkulturellen Dialogs). Nutzerdaten zum Compendium zeigen, dass es nicht nur in Europa sondern weltweit zu einem täglichen Hilfsmittel für Behörden, Institutionen und Einzelpersonen geworden ist, die sich mit Kulturpolitik und der entsprechenden Forschung befassen.

Alle Länderprofile sind in englischer Sprache verfügbar. Auf Initiative einzelner Autoren und Regierungen werden auch andere Sprachversionen zur Verfügung gestellt.

Das Compendium ist in den letzten 10 Jahren zusätzlich durch Beiträge nationaler Ministerien/Behörden mit Zuständigkeit für Kulturangelegenheiten aus Aserbaidschan, Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Kroatien, Monaco, Niederlande, Norwegen, Österreich, der Schweiz, der Slowakischen Republik, Spanien, Ungarn und Zypern, sowie von Causales, dem Goldsmiths College (University of London), der European Cultural Foundation und Riksbankens Jubileumsfond gefördert worden.

Weitere Förderer sind herzlich eingeladen!