COMPENDIUM CULTURAL POLICIES AND TRENDS IN EUROPE
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NEUE Kompendium-Funktion 2017: Kurzversionen von Länderprofilen

24-02-2017

Im Sinne der Beschlüsse der Versammlung der Compendium-Experten in Breslau (November 2015) können wir nun eine erste Pilotserie von zusammenfassenden Länderprofilen von jeweils 5-7 Seiten vorstellen. Sie enthalten wichtige Auszüge aus den traditionellen Compendium-Länderprofilen, deren Umfang in der Regel zwischen 50 und 100 Seiten beträgt. Diese ersten Zusammenfassungen zielen darauf ab, eine Debatte über den Nutzen dieses neuen Angebots zu ermöglichen. Sie stehen für folgende Länder zur Verfügung: Aserbaidschan; Kroatien; Tschechien; Ungarn; Italien; Lettland; Norwegen und Schweden.

Weltforum für Demokratie

7. - 9. November 2016 in Strasbourg

21-03-2016

Save the date! Das 2016 World Forum for Democracy zum Thema "Bildung für Demokratie" konzentriert sich darauf, wie Bildung dazu beiträgt, soziale Ungleichheit zu überwinden und so zu einer realen Resource für unsere vielfältigen Demokratien  werden kann. Das Forum wird den Einfluss von Bildungssystemen auf die Demokratie analysieren und soll neuartige Initiativen und Praktiken ermitteln, die sowohl formale wie informelle Bildungsangebote stärker auf Demokratie fokussieren und Innovationen von Basisbewegungen verstärken können. Das Forum soll nicht nur diskutieren, was Bildung für die Demokratie tut, sondern ebenso, wie sich die Demokratie stärker für Bildung engagieren kann. Mehr Informationen, auch über die Folgeaktivitäten zum letztjährigen World Forum, gibt es in einem Newsletter des Europarats.


Treffen der Compendium Experten in Breslau/Wroclaw

Erfolgreiche Tagungen im November 2015

17-11-2015

Das Schwerpunktthema Menschenrechte und Kulturpolitik ("A Human Rights Approach to Cultural Policies") des 14. Compendium-Parlaments führte 85 Fachleute aus Europa, Asien und Australien am 12. / 13. November nach Breslau (Europäische Kulturhauptstadt 2016). Das Ereignis trug auch zum Follow-up der letzten Europarats-Konferenz der Minister für Kultur (Moskau 2013) bei. U.a. ging es dabei um Themen wie: gleicher Zugang zu Kunst und Kulturerbe, die Kunstfreiheit und Aufgaben demokratischer Politikgestaltung bei der Sicherung kultureller Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen. Die Konferenz stellte auch verschiedene Wege vor, das Compendium besser für unterschiedliche Nutzergruppen und Technologien vorzubereiten (u.a. mit einem Schweizer Vorschlag für Compendium "Kurzprofile").Mehr in der Wroclaw Agenda und der Teilnehmerliste....Darü

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Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf den Kultursektor

17-07-2015

Einer der vier neuen Themenbereiche der Sektion "Kultur & Demokratie" des Compendiums, nämlich der Bereich "Digitale & Netz-Kultur", kann einiges zur Frage beisteuern, ob und wie "Kultur als Seele der Demokratie" verstanden werden kann.Im Anschluss an die letzjährige "Multi-Stakeholder Platform Exchange on Culture and Digitisation" (Baku / Aserbaidschan) wurde eine Empfehlung des Europarates zum Thema "Internet der Bürger" erarbeitet, die noch in diesem Jahr verabschiedet werden soll....Neu ist e

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Kultur - essentiell für die Dynamik demokratischer Gesellschaften?

29-01-2015

Bei der 13. Assembly of Compendium Experts, Dezember 2014 in Brüssel, präsentierte Alexander Vander Stichele eine spannende Untersuchung mit dem Titel "The Value(s) of Culture", die sich gut in das neue Compendium-Themenfeld "Kultur & Demokratie" einfügt.

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Internet TV-Journal nun auch bei Twitter

Als Ergänzung zu anderen Informationsquellen des Europarats, darunter der allgemeinen Internetseite und speziellen Portalen (z.B. www.coe.int/democracy), wurde 2013 ein wöchentliches TV Journal gestartet (http://webtv.coe.int/). Jeden Freitag werden hier die letzten Nachrichten, TV-Berichte und aktuelle Interviews zu Menschrechten, Demokratie und Rechtsstaat präsentiert.
Wie Insert Image:CoE_Jounal.jpg zuvor schon in anderen sozialen Netzwerken, ist dieses WebTV nun auch bei Twitter zu finden: http://twitter.com/CoEAudioVisual. Das Journal und alle anderen Beiträge – Videos, Fotos, Dokumente – können heruntergeladen werden. Unter anderem werden Themen behandelt, die auch im Compendium wichtig sind, darunter: Kulturerbe; Bildung und Ausbildung; interkultureller Dialog; Medien; Kulturpreise; sozialer Zusammenhalt; Menschenrechte und Menschwürde (z.B. die Gleichberechtigung von Mann und Frau); Sprachen; Minderheiten/Roma oder Jugend.

Das neue Webportal der Generaldirektion "Demokratie"

Die Generaldirektion Demokratie (GD II) des Europarats hat 2014 ihr neues Internetportal vorgestellt: www.coe.int/democracy. Das Portal will die Nutzer durch ein dynamisches, intuitives Interface und eine verbesserte Navigation unterstützen. Ein schnellerer Zugriff auf alle Aktivitäten, Strukturen und Instrumente der GD II - mit dem Fokus auf  Menschenwürde und demokratische Kompetenzen – schließt auch Aktionen im Bereich Kultur/Kulturerbe ein, darunter das Compendium. Letzteres unterstützt zusätzlich andere Themenfelder der GD Demokratie, darunter: Bildung und Ausbildung; interkultureller Dialog; Medien; sozialer Zusammenhalt; Menschenrechte und Menschwürde (z.B. die Gleichberechtigung von Mann und Frau); Sprachen; Minderheiten/Roma oder Jugend.

 



Die Generaldirektion Demokratie hat den Auftrag, den Europarat in allen Aktionsfeldern zu unterstützen, die entscheidend zum Erhalt der Demokratie und zur Wahrung der Menschenwürde beitragen, darunter:

  • Respektierung der Menschwürde von allen, ohne Diskriminierung und unter Beachtung der Menschenrechts-Standards;
  • Verbesserte Funktionsfähigkeit demokratischer Institutionen und Sicherung der Einhaltung von Grundwerten der Demokratie und der Menschrechte;
  • Stärkung demokratischer Kompetenzen der Bürger und ihrer Bereitschaft, sich in demokratischen Prozessen zu engagieren;
  • Demokratische Steuerung der Vielfalt in den europäischen Gesellschaften im Geist von Solidarität und Toleranz, entsprechend den politischen und rechtlichen Standards des Europarates.

Colin Mercer: Grundlagenwissen für die Kulturpolitik erweitern!

Colin Mercer, einer der weltweit führenden Fachleute für Forschung und Entwicklung im Kreativsektor hat uns im Juli 2013 verlassen. In Anerkennung der großen Erfahrung, die er in über 30 Jahren in der Lehre, Forschung und Beratung u.a. mit Bestandsaufnahmen und Planungen für die Kultur, bei der Entwicklung von Indikatoren oder in Strategien für die Kulturwirtschaft sammeln konnte, beriefen ihn die Herausgeber des Compendium als Fachberater in die Expertengruppe "Kulturelle Offenheit und Partizipation".

Einen seiner letzten öffentlichen Auftritte hatte er bei der Compendium/CultureWatchEurope Konferenz im Juni 2012 in Helsinki. Weil seine Präsentation als eine Art Vermächtnis an alle gelten kann, die sich fachlich mit Kulturpolitik beschäftigen, wird sie hier erneut vorgestellt.

Colins Kernforderungen:

  • Erweiterung sowohl der quantitativen (Kulturstatistik und andere Daten) wie der qualitativen Basis (Wissen über 'soziale' Einflüsse, die Beziehung zwischen Kultur und Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und Inklusion);
  • Nutzung der gesamten 'Wissens-Wertschöpfungskette', angefangen von Daten (Statistiken) über Informationen (Indikatoren) zu Erkenntnissen (Benchmarks) bis zu 'weisen' Entscheidungen (Politik);
  • Entwicklung einer Forschungs- und Erkenntnis-Kultur, die alle Akteure einbezieht, also 'top-down' Fachwissen ebenso wie 'bottom-up' Erfahrungen aus lokalen Erkenntnisquellen und Verantwortlichkeiten;
  • Positionierung von Erkenntnissen, governance und der Rolle der Kultur im öffentlichen Leben innerhalb einer gemeinsamen Strategie, in der ein erweitertes Konzept und Ziel von mehr Bürgerrechten den zentralen Platz einnimmt;
  • Hinarbeiten auf eine strategische Bedeutung der 'Kultur' wie die der 'Umwelt'.

Kultur-Partizipation: Neue Herausforderungen und Chancen

Pier Luigi Sacco, Professor an der IULM Universität in Mailand, überraschte mit seinem Vortrag die Teilnehmer der kürzlich in Moskau abgehaltenen Kulturminister-Konferenz des Europarates. Deren Generalthema lautete: “Governance of Culture – Promoting Access to Culture” (hier die Schlusserklärung der Konferenz, die gut mit den Compendium-Plänen für Standards zu Nutzer-/Nicht-Nutzerumfragen harmoniert).

Wir bieten hier einen Link zum Beitrag von Sacco, der auf früheren Analysen über den Weg von der "Kultur 1.0" zu einer "Kultur 3.0" und seine voraussichtlichen Konsequenzen für künftiges kulturpolitisches Handeln in Europa basiert. Dieser noch laufende Prozess wird geprägt durch den Erfolg neuer Technologien (vor allem die digitale Revolution) sowie durch soziale Veränderungen in den meisten europäischen Gesellschaften.

Sacco's wichtigste Schlussfolgerungen können auch als Ruf nach vertiefender empirischer und Grundsatz-Forschung verstanden werden:

  • Kultur ist nicht einfach nur als ein wichtiger Wirtschaftssektor zu verstehen, sie ist zugleich so etwas wie eine “soziale Software”, die auf verschiedenen Ebenen für eine Steuerung der heute immer komplexeren Gesellschaften und Wirtschaft dringend benötigt wird.
  • Die indirekten makroökonomischen Einflüsse von kultureller Partizipation sind insgesamt wahrscheinlich größer als die ebenfalls schon bemerkenswerten direkten.
  • Sobald wir in der Lage sein werden, die indirekten Auswirkungen der Kultur in ihren verschiedenen Ausprägungen zu messen (“Kultur-Kapitalisierung“), könnte Kulturpolitik aus ihrer Nische in eine Top-Platzierung der politischen Agenda gelangen.
  • Diese Einflüsse werden nur dann durch das Wachstum des Kultur- und Kreativsektors unterstützt, wenn dieses sich so “inkludierend” und partizipativ wie möglich vollzieht.

Die Folgen der Finanzkrise: Düster bis ermutigend?

Ein neues Monitoring-Instrument im Compendium

(AJW) Die aktuelle Finanzkrise mit ihren gesellschaftlichen und etatmäßigen Folgen beeinflusst nicht nur kulturelle Infrastrukturen und Initiativen, sondern kann sich auch auf politische Bemühungen auswirken, die Zugangsmöglichkeiten aller Bürger bei entsprechenden Angeboten und allgemein ihre Beteiligung an einem vielfältigen Kulturleben zu verbessern. Manche Beobachter sehen bereits die wichtige Rolle gefährdet, die Kultur- und Medienaktivitäten in der sozialen, ökonomischen und Bildungs-Entwicklung unserer Gesellschaft einnehmen. Frühere Bestandausfnahmen zeigten hier noch keine klaren Trends, allerdings war es bisher auch schwierig, in exakten - und vergleichbaren! - Zahlen darzulegen, ob und in welchem Umfang die öffentliche Kulturfinanzierung durch die Krise beeinträchtigt wurde.

Um solche (möglichen) Folgen transparenter verfolgen zu können, wurde im ERICarts-Institut ein neues Monitoring-Instrument enwickelt, das nun im Compendium als Vergleichsübersicht E.2 zur öffentlichen Kulturfinanzierung abrufbar ist. Die Übersicht wird laufend fortgeschrieben, sobald aktualisierte Daten in den Länderprofilen verfügbar sind.

Die Daten beruhen fast durchweg auf  den letzten offiziellen Haushaltsstatistiken, wobei pro Kopf-Ausgaben für Kultur für die Jahre 2000, 2005 und 2009-2011 sowie die aktuellen Kultur-Anteile an den öffentlichen Gesamthaushalten und am BIP (GDP) in der Tabelle kombiniert wurden. Dabei können die pro Kopf-Ausgaben vor allem als Indikatoren für den jeweiligen nationalen Trend dienen, sollten also primär "horizontal" gelesen werden, während die Kulturanteile am Gesamtbudget und am BIP - "vertikal" gelesen - relativ neutrale Vergleichsmöglichkeiten für die Stärke des öffentlichen Kulturengagemments in den untersuchten Ländern bieten.

Ähnlich wie schon die früheren Bestandsaufnahmen zeigen die Ergebnisse ein differenziertes Bild: Auf der einen Seite gibt es in der Tat viele Länder, in denen die jüngste Krise zu Einsparungen geführt hat. Andererseits agieren bisher eine ganze Reihe von nationalen und regionalen/kommunalen Verantwortlichen in diesem Feld "antizyklisch", weil sie vielleicht bereits erkannt haben, dass ein vielfältiges und produktives Kulturleben Motivationskräfte bei vielen Bürgern freisetzt und zugleich konkrete Beiträge zur Überwindung der aktuellen Probleme leisten kann, mit denen Regierungen, die Zivilgesellschaft und die Wirtschaft konfrontiert sind.

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